z i n k l m u s i c

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In den Jahren 1994 – 2020 erschienen zwölf Alben mit progressiver Kammermusik von Zinkl. Zehn Alben sind noch als CD erhältlich (die Alben »now?« und »91-99« nur in digitaler Form).
Bestellungen: info@studio-zinkl.de

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1994: ZINKL – No Snaildance, Please
1995: ZINKL – Lovely Night Creatures
Daraus die beiden Stücke »Forever Young« und »Axolotl’s Echolot«

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1997: ZINKL – Plexus Andromeda
1999: ZINKL – Circus Maximus
Daraus die beiden Stücke »Andromeda Space Patrol« (dieses Stück ist zwar aus der Andromeda-Produktion, aber nicht auf der CD drauf) und »Talented Fleas Inc.«

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2001: ZINKL & ALQUIMIA – Underwater
2002: ZINKL – Dance Music for Insects
Daraus die beiden Stücke »Samba Piranha« und »Beetlebeat«

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2004: ZINKL – The Temptations of St. Anthony
2008: ZINKL – now?
Daraus die beiden Stücke »The Dance of the Drunken Angels« und »Sad Old Man«

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2014: ZINKL – Cockaigne
2016: ZINKL & NERO – Kinder der Nacht
Daraus die beiden Stücke »Sisiphos Speeded Up« und »Erlkönig«

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2020: ZINKL – Tanzmusik für Roboter

Videos zu den Stücken »Aufstand«, »Mutter« und »Freie Fahrt«:

zd_blackline_825x5Tanzmusik für Roboter: Rezension von Siggy Zielinski

Der Münchener Elektronik-Musiker Anton Zinkl erklärte in seinem Internet-Blog, dass er von klein auf eine Schwäche für die Roboter hatte. Deshalb heißt sein aktuell neues Werk „Tanzmusik für Roboter“. Zufall oder nicht, ausgerechnet im Jahr des Virus 2020 bietet Zinkls neues Album eine Konzeptgeschichte, in der die Viren eine wichtige Rolle spielen.

Die Geschichte zum Album geht so: die intelligenten Maschinen des täglichen Bedarfs sind intelligenter geworden, als es ursprünglich vorgesehen war und mögen nicht mehr arbeiten. Sie wollen stattdessen tanzen und singen. Die Menschen sind verständlicherweise dagegen. Deshalb schicken die Maschinen ein Virus auf die Menschheit los.

Gesungen und gesprochen wird auf „Tanzmusik für Roboter“ vergleichsweise wenig. Die elektronischen Stimmen, die man gelegentlich zu hören bekommt, würden Florian Schneider-Esleben wahrscheinlich dennoch erfreuen, weil er bei Kraftwerk für die Roboter- und andere elektronisch verfremdete Stimmen zuständig gewesen sein soll. Die musikalischen Vergleiche mit Kraftwerk erscheinen mir in dem vorliegenden Fall nicht nur wegen der Stimmen angebracht. Auch einige musikalischen Themen und Merkmale erinnern mich an die Elektro-Fab Four aus Düsseldorf. Wie zum Beispiel das Stück namens „Freie Fahrt“, in dem die Roboter sich auf die Autobahn begeben, um dort zu singen und zu tanzen, was denn sonst.

Der plötzlichen und für uns Menschen schwer verständlichen Lust der aufmüpfigen Roboter am Tanzen verdanken wir direkt schon mal drei Tänze, die im Titel auch so heißen, sowie einige dezent tanzbaren Grooves. Dabei scheint sich „Zweiter Tanz“ den asiatischen Robotern zu widmen.

Zinkl beweist den bizarr-erfrischenden Humor, in dem er die Roboter auf der Autobahn tanzen lässt, eine Gastsängerin anheuert, damit sie als Maschinenmutter ihr Maschinenkind besingt und überhaupt das Ziel eines globalen Maschinenaufstands vor allem im Tanzen sieht.

An einigen anderen Stellen des Albums wird einem klar, dass der Musiker neben seiner kreativen Auslegung der Kraftwerk-Traditionen weiterhin seine bisher bekannten Inspirationen pflegt, die bei Moderner Klassik, Jazz und dem experimentellen Prog im Geiste von Gentle Giant und Art Zoyd zu liegen scheinen. Zinkls Musik klingt für mich frappierenderweise oft gleichermaßen durchkomponiert und aleatorisch, als würde man den spontanen Einfällen folgen, die man erst vor einigen Minuten zurechtgelegt hat. So entsteht eine disziplinierte Musik, die dennoch unvorhersehbar rüberkommt.

(Ralf Hütter könnte vermutlich kreative Mitarbeiter gebrauchen. Könnte da jemand bitte einen Kontakt zwischen Zinkl und Hütter herstellen, bitte, damit es endlich eine neue Kraftwerk-Scheibe gibt? Die würde allerdings eher experimentell als poppig ausfallen. Eher dissonant, als im traditionellen Sinne melodisch. Das könnte für Kraftwerk ein kommerzieller Selbstmord werden, im Sinne der Massenkultur).

Aber ganz im nötigen Ernst: Ich halte „Tanzmusik für Roboter“ für ein originelles und einfallsreiches Album, das kein Freund vom experimentellen Elektronik-Prog verpassen sollte. Keine romantischen Klangwolken, die zum Träumen verleiten würden, stattdessen die Roboter, die sich auf der Autobahn auf ihre Art amüsieren, nachdem sie uns ein tödliches Virus geschickt haben.

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ABOUT ZINKL

In the 1970s, Anton Zinkl enthusiastically discovered the creative worlds of progressive rock (Genesis, ELP, Yes, Gentle Giant, King Crimson) and classical music (Bruckner, Mahler, Shostakovich). Very talented as a draftsman, he studied communication design, then entered the service of advertising agencies, but soon became self-employed as a graphic designer.

Zinkl taught himself to improvise as a teenager on an old piano and a home organ, taking several years of classical piano lessons much later. At the end of the 80s, keyboards like Korg’s M1 came on the market, with which one could program small compositions. This opened a new world for Zinkl to discover his musical creativity. Soon he was working with the support of an Apple computer to realize his musical ideas in a more complex way.

From 1992 on, an intensive collaboration and friendship developed with Christoph Bühring-Uhle, the label manager of BSC Music – Zinkl was to design numerous CD covers as a graphic designer for the musicians and bands of the record label in the coming decades. But this also opened up the possibility for him to release his own unconventional electronic instrumental music in the 1990s – music that was clearly more oriented toward progressive rock than that of the Berlin School.

Zinkl had already released four albums of pure instrumental music when he entered into a very fruitful musical collaboration with the London-based singer Alkimia Lux: the result was the concept album “Underwater” shortly after the turn of the millennium. In the years that followed, Zinkl composed and produced four more instrumental albums, including “Dance Music for Insects”, on which Zinkl provided the soundtrack for the bizarre world of insects.

A chance acquaintance with a professional opera baritone led him to release the highly unconventional song collection “Kinder der Nacht” in 2016. Zinkl now wanted to focus even more on working with singers. In 2020, he experimented with his own voice for the first time, albeit electronically modified – the result was the concept album “Tanzmusik für Roboter”, which tells the story of how all the robots and process-controlled machines start a rebellion and take over on Earth.

In 2021, Zinkl met Robert Gozon, the expressive singer of the German progressive rock formation Argos. Zinkl conceived, wrote the lyrics, composed and produced the progressive rock opera “rebirth”, in which Gozon took the dominant lead vocal role. Two songs featured guest roles for Zinkl’s old acquaintance Alkimia Lux and for classically trained singer Amélie Erhard.

On March 2, 2022, the album “ZINKL GOZON – rebirth” will be released – Zinkl’s first work, which can be clearly assigned to the genre of progressive rock and in which the experiences flowed, which Anton Zinkl could make in the decades before as a listener and producer of complex music.

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ÜBER ZINKL

Anton Zinkl entdeckte in den 70er Jahren mit Begeisterung die kreativen Welten des Progressive Rock (Genesis, ELP, Yes, Gentle Giant, King Crimson) und der klassischen Musik (Bruckner, Mahler, Shostakowich). Zeichnerisch sehr begabt studierte er Kommunikations-Design, um danach in den Dienst von Werbeagenturen zu treten, sich bald aber auch als Grafik-Designer selbständig zu machen.

Zinkl brachte sich als Jugendlicher an einem alten Klavier und an einer Heimorgel selbst das Improvisieren bei, einige Jahre klassischen Klavierunterricht nahm er erst viel später. Ende der 80er Jahre kamen Keyboards wie Korgs M1 auf den Markt, mit welchen man kleine Kompositionen einprogrammieren konnte. Das eröffnete Zinkl eine neue Welt, seine musikalische Kreativität zu entdecken. Schon bald arbeitete er mit der Unterstützung eines Apple Computers, um seine musikalischen Vorstellungen komplexer umsetzen zu können.

Ab 1992 entwickelte sich eine intensive Zusammenarbeit und Freundschaft mit Christoph Bühring-Uhle, dem Labelmanager von BSC Music – Zinkl sollte als Grafik-Designer für die Musiker und Bands des Plattenlabels in den kommenden Jahrzehnten zahlreiche CD-Cover gestalten. Das eröffnete ihm auch die Möglichkeit, in den 90er Jahren seine eigene unkonventionelle elektronische Instrumentalmusik zu veröffentlichen – Musik, die sich deutlich mehr am Progressive Rock orientierte als an die der Berliner Schule.

Zinkl hatte bereits vier Alben mit reiner Instrumentalmusik veröffentlicht, als er mit der in London lebenden Sängerin Alkimia Lux eine sehr fruchtbare musikalische Kooperation einging: Es entstand kurz vor der Jahrtausendwende das Konzeptalbum „Underwater“. In den darauffolgenden Jahren komponierte und produzierte Zinkl vier weitere Instrumentalalben, darunter „Dance Music for Insects“, auf welchem Zinkl den Soundtrack für die bizarre Welt der Insekten lieferte.

Die zufällige Bekanntschaft mit einem professionellen Opernbariton brachte ihn 2016 dazu, die höchst unkonventionelle Liedersammlung „Kinder der Nacht“ zu veröffentlichen. Zinkl wollte sich nun noch mehr darauf konzentrieren, mit Sängern zusammen zu arbeiten. 2020 experimentierte er erstmals mit seiner eigenen Stimme, allerdings elektronisch modifiziert – es entstand das Konzeptalbum „Tanzmusik für Roboter“, welches die Geschichte erzählt, wie alle Roboter und prozessgesteuerten Maschinen einen Aufstand anzetteln und die Macht auf der Erde übernehmen.

2021 lernt Zinkl über die sozialen Medien Robert Gozon kennen, den ausdrucksstarken Sänger der deutschen Progressive Rock-Formation Argos. Zinkl konzipiert, textet, komponiert und produziert die progressive Rock-Oper „Rebirth“, in welcher Gozon die dominante Hauptrolle für die Vocals übernimmt. In zwei Songs gibt es Gastrollen für Zinkls alte Bekannte Alkimia Lux und für die klassisch ausgebildete Sängerin Amélie Erhard.

Am 2. März 2022 wird das Album „ZINKL GOZON – rebirth“ veröffentlicht werden – Zinkls erstes Werk, welches man eindeutig dem Genre des Progressive Rock zuordnen kann und in welchem die Erfahrungen einfließen, die Anton Zinkl in den Jahrzehnten zuvor als Hörer und Produzent von komplexer Musik machen konnte.

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1960: Geboren in München
1971: Musikalische Einflüsse: Slade, T.Rex, Alice Cooper
1972: Musikalische Einflüsse: Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, Jethro Tull
1973: Musikalische Einflüsse: Genesis, Yes, ELP, Van der Graaf Generator, Gentle Giant
1977: Musikalische Einflüsse: Steely Dan, Gustav Mahler, Kate Bush, UK, Claude Debussy
1978: Double-Speed-Zinkltronics an der Farfisa-Heimorgel
1981: Kabarett »Schwarwitzl«: Bühnenauftritte mit Andrea Walter und Hans Schlicht
1989 – 93: Zinkltronic-Kompositionen am Keyboard-Sequenzer und am Apple Computer
1994: Album »No Snaildance, please«
1995: Album »Lovely Night Creatures«
1997: Album »Plexus Andromeda«
1999: Album »Circus Maximus«
2000: Kooperation mit der in London lebenden Mexikanerin Alkimia Lux: Album »Underwater«
2002: Album »Dance Music for Insects«, Live Präsentation mit einer Diashow in Brüssel
2004: Album »The Temptation of St. Anthony«
2008: Album »now?«
2013: Musical »Das Bauern-Epos«: Konzept, Text und Bühnenauftritt
2013: Album »91-99«
2014: Album »Cockaigne«
2016: Musical »True Bavarian Blood«: Konzept, Text und Bühnenauftritt
2016: Kooperation mit dem Bariton Michael Nagy auf dem Album »Kinder der Nacht«
2020: Album »Tanzmusik für Roboter«
2022: Album »ZINKL GOZON – rebirth«

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