z i n k l m u s i c

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In den Jahren 1994 – 2020 erschienen zwölf Alben mit progressiver Kammermusik von Zinkl. Alle Alben sind erhältlich (Das Album »now?« allerdings nur als mp3-Dateien).
Bestellungen: info@studio-zinkl.de
Preis: je Album € 10,- inkl. Versandkosten innerhalb von Deutschland.
Davon ausgenommen ist das aktuelle Album »Tanzmusik für Roboter«, welches € 20,- inkl. Versandgebühr kostet.

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1994: No Snaildance, Please
1995: Lovely Night Creatures
Daraus die beiden Stücke »Forever Young« und »Axolotl’s Echolot«

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1997: Plexus Andromeda
1999: Circus Maximus
Daraus die beiden Stücke »Andromeda Space Patrol« (dieses Stück ist zwar aus der Andromeda-Produktion, aber nicht auf der CD drauf) und »Talented Fleas Inc.«

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2001: Underwater (Zusammenarbeit mit Alquimia)
2002: Dance Music for Insects
Daraus die beiden Stücke »Samba Piranha« und »Beetlebeat«

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2004: The Temptations of St. Anthony
2008: now?
Daraus die beiden Stücke »The Dance of the Drunken Angels« und »Sad Old Man«

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2014: Cockaigne
2016: Kinder der Nacht (mit Nero)
Daraus die beiden Stücke »Sisiphos Speeded Up« und »Erlkönig«

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2020: Tanzmusik für Roboter

Daraus die beiden Stücke »Aufstand« und »Mutter«

zd_blackline_825x5Das Album ist erhältlich bei:

best around
https://t1p.de/kxdm

Amazon:
https://t1p.de/90jq

BSC Music:
https://t1p.de/w3anzd_blackline_825x5

Rezension von Siggy Zielinski

Der Münchener Elektronik-Musiker Anton Zinkl erklärte in seinem Internet-Blog, dass er von klein auf eine Schwäche für die Roboter hatte. Deshalb heißt sein aktuell neues Werk „Tanzmusik für Roboter“. Zufall oder nicht, ausgerechnet im Jahr des Virus 2020 bietet Zinkls neues Album eine Konzeptgeschichte, in der die Viren eine wichtige Rolle spielen.

Die Geschichte zum Album geht so: die intelligenten Maschinen des täglichen Bedarfs sind intelligenter geworden, als es ursprünglich vorgesehen war und mögen nicht mehr arbeiten. Sie wollen stattdessen tanzen und singen. Die Menschen sind verständlicherweise dagegen. Deshalb schicken die Maschinen ein Virus auf die Menschheit los.

Gesungen und gesprochen wird auf „Tanzmusik für Roboter“ vergleichsweise wenig. Die elektronischen Stimmen, die man gelegentlich zu hören bekommt, würden Florian Schneider-Esleben wahrscheinlich dennoch erfreuen, weil er bei Kraftwerk für die Roboter- und andere elektronisch verfremdete Stimmen zuständig gewesen sein soll. Die musikalischen Vergleiche mit Kraftwerk erscheinen mir in dem vorliegenden Fall nicht nur wegen der Stimmen angebracht. Auch einige musikalischen Themen und Merkmale erinnern mich an die Elektro-Fab Four aus Düsseldorf. Wie zum Beispiel das Stück namens „Freie Fahrt“, in dem die Roboter sich auf die Autobahn begeben, um dort zu singen und zu tanzen, was denn sonst.

Der plötzlichen und für uns Menschen schwer verständlichen Lust der aufmüpfigen Roboter am Tanzen verdanken wir direkt schon mal drei Tänze, die im Titel auch so heißen, sowie einige dezent tanzbaren Grooves. Dabei scheint sich „Zweiter Tanz“ den asiatischen Robotern zu widmen.

Zinkl beweist den bizarr-erfrischenden Humor, in dem er die Roboter auf der Autobahn tanzen lässt, eine Gastsängerin anheuert, damit sie als Maschinenmutter ihr Maschinenkind besingt und überhaupt das Ziel eines globalen Maschinenaufstands vor allem im Tanzen sieht.

An einigen anderen Stellen des Albums wird einem klar, dass der Musiker neben seiner kreativen Auslegung der Kraftwerk-Traditionen weiterhin seine bisher bekannten Inspirationen pflegt, die bei Moderner Klassik, Jazz und dem experimentellen Prog im Geiste von Gentle Giant und Art Zoyd zu liegen scheinen. Zinkls Musik klingt für mich frappierenderweise oft gleichermaßen durchkomponiert und aleatorisch, als würde man den spontanen Einfällen folgen, die man erst vor einigen Minuten zurechtgelegt hat. So entsteht eine disziplinierte Musik, die dennoch unvorhersehbar rüberkommt.

(Ralf Hütter könnte vermutlich kreative Mitarbeiter gebrauchen. Könnte da jemand bitte einen Kontakt zwischen Zinkl und Hütter herstellen, bitte, damit es endlich eine neue Kraftwerk-Scheibe gibt? Die würde allerdings eher experimentell als poppig ausfallen. Eher dissonant, als im traditionellen Sinne melodisch. Das könnte für Kraftwerk ein kommerzieller Selbstmord werden, im Sinne der Massenkultur).

Aber ganz im nötigen Ernst: Ich halte „Tanzmusik für Roboter“ für ein originelles und einfallsreiches Album, das kein Freund vom experimentellen Elektronik-Prog verpassen sollte. Keine romantischen Klangwolken, die zum Träumen verleiten würden, stattdessen die Roboter, die sich auf der Autobahn auf ihre Art amüsieren, nachdem sie uns ein tödliches Virus geschickt haben.

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Special informations about Zinkl and his music – every letter is welcome!
Write to: info@studio-zinkl.de

Ordering Zinkl CD albums: www.bscmusic.com

Zinkl album reviews (German): www.babyblaue-seiten.de

Zinkl on stage, playing and singing Bavarian opera: www.bauernepos.de

Friends:
Silas Toball: painter, artwork designer and musician: www.goblindesign.com
Otso Pakarinen: wizard of electronic music: www.ozoneplayer.com
Mike Pauli: manager of Zinkl music and specialist for whiskey and high fidelity dogs: www.lundehundhausen.de

Lord Litter, DJ and radioshow-producer, Berlin: http://www.lordlitter.de
LL says: »Supereigenständiger Sound von ZINKL!! …genau das was ich suche in der heutigen Zeit des zu oft „Retro-Einheitsbreis“ …

Zinklmusic live in Adelaide, Australia! In cooperation with video-artists Hartung & Trenz: www.vimeo.com

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The unsecret musical life of Anton Zinkl

1960: Born in Munich
1971: Slade, T.Rex, Alice Cooper
1972: Uriah Heep, Deep Purple, Black Sabbath, Led Zeppelin, Jethro Tull
1973: Genesis, Yes, ELP, Van der Graaf Generator, King Crimson, Gentle Giant
1977: Steely Dan, Gustav Mahler, England, Kate Bush, UK, Claude Debussy
1978: Recording Double-Speed-Zinkltronics on Farfisa organ
1979: Painting, drawing, photographing, realizing slide shows
1981: Playing satirical comedy
1982: Studying artwork and advertising design
1989: Daughter Marlena 🙂
1989-93: Recording Zinkltronic-Songs on keyboard sequencer and Mac
1994: First CD album »No Snaildance, please«
1995-99: 2nd, 3rd and 4th album
2000: Musical cooperation with Mexican lady Alquimia: »Underwater«
2002: »Dance Music for Insects«, live presentation with slide show in Brusseles
2003: Daughter Linda 🙂
2004: 7th album incl. new mix from the unrealesed 1994 track »Time Machine«
2008: 8th album »now?«
2013: Bavarian opera »Das Bauern-Epos«: creating and acting (www.bauernepos.de)
2013: 9th album »91-99« with songs from his prehistoric musical times
2014: 10th album »Cockaigne«
2016: Bavarian musical »True Bavarian Blood«: creating and acting
2016: Cooperation with German opera singer Michael Nagy
on the 11th album »Kinder der Nacht«. German lyrics written by Zinkl
2017/2018: Blogging at www.zinkl-blog.com
2020: 12th album »Tanzmusik für Roboter«

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